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Basiskonzept & Schwerpunkte

 

Kommunikation

 

Es gibt keine Entwicklung ohne das Wissen wollen. Entwicklung ist ein aktiver Selbststeuerungsprozess, der nicht von außen durch Zwang aktiviert werden kann, sondern durch innere Hoffnung, Neugier und Visionen genährt wird. Wissen kann nicht übertragen werden; es muss im Gehirn eines jeden Lernenden neu geschaffen werden.

Hierzu passt das Zitat von Antoine de Saint-Exupèry:

„Wenn du ein Schiff bauen willst – fang nicht an Holz zu sammeln, Bretter zu schneiden und Arbeiten zu vergeben – sondern wecke in den Menschen die Sehnsucht nach dem großen weiten Meer.“

Wobei Neugierde und Begeisterung die Voraussetzungen für ressourcenaktivierende Fragetechniken sind.

 

Technik

 

Techniken und Handwerkszeug sind die Basis für die Entwicklung von Geschicklichkeit, Kunstfertigkeiten. Auf dieser Grundlage kann sich Feingefühl und Achtung im Umgang mit Menschen entwickeln. Wir vermitteln erprobte, alltagstaugliche und lebensnahe Methoden für eine/n

  • ressourcenaktivierende Beraterhaltung

  • deeskalierende Gesprächsführung

  • gelingende Kommunikation in schwierigen Situationen und Konflikten

  • resilienten Umgang mit Stress

  • Stabilisierung bei Überforderung und Trauma

  • Gruppenleiterkompetenzen

  • Körperorientierte Sozialarbeit entwickelt durch Friedl/Schafhuber; gelehrt an der FH Campus Wien und FH Campus Linz

 

Stress regulieren

Stress (engl. für ‚Druck, Anspannung‘; lat. stringere ‚anspannen‘) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter Stress alle irgendwie belastenden Erfahrungen, denen sich Menschen mehr oder weniger ausgeliefert fühlen und die zu Unbehagen, Anspannung und Überforderung führen.

 

Stress bereitet den Körper auf eine Situation vor, in der ihm besondere Leistungen abverlangt werden. Diese Reaktion auf ein Ereignis von außen wird über das limbische System und den Hypothalamus im Gehirn gesteuert. Ein Stressor ist somit ein Reiz, der von der betroffenen Person eine dem Reiz angepasste Reaktion verlangt. Diese Stressreaktion erfolgt wiederum auf verschiedenen Ebenen und beinhaltet eine Kombination aus körperlichen, verhaltensbezogenen, emotionalen und kognitiven Veränderungen.

Das genetische Notprogramm Stress, das uns die Evolution mit auf den Weg gegeben hat, um in lebensgefährlichen Situationen entweder mit Kampf oder Flucht rasch zu reagieren, wird zunehmend zum Bumerang. Wenn eine Stresssituation die nächste jagt, wird es für den Körper gefährlich. Dauerstress hat den Nachteil, dass die Hormone und Botenstoffe ungenützt im Körper kreisen und somit gesundheitlichen Schaden anrichten.

Oft können wir nicht alle Rahmenbedingungen, die Stress erzeugen grundlegend verändern. Damit ein lebensfreundlicher Umgang trotz der Belastungen, mit denen wir im Alltag konfrontiert werden, gelingen kann, brauchen wir jedoch die Fähigkeit, das eigene Verhalten wahrzunehmen und es bewusst in die gewünschte Richtung zu lenken. Dies beinhaltet auch die Fähigkeit rechtzeitig zu erkennen, wann es zu viel wird und das Wissen darum, wie man wieder zu Kräften kommt.

Traumakompetenz

Der Umgang mit Menschen, die Schweres erlebt haben, kann mit Grenzen des Verstehens und Handelns konfrontieren. Zuhörer erleben die Berichte über traumatische Erfahrungen in den eigenen Gedanken mit. Dies führt manchmal zu einer enormen emotionalen Belastung für den Helfer beziehungsweise Berater. Überforderung, Desorientierung, vermeintliche eigene Wirkungslosigkeit und emotionale Erschöpfung durch Mitleiden sind verbreitete Reaktionen.

Wir vermitteln allen Interessierten Kenntnisse und Fertigkeiten, die die Orientierungs- und Handlungsfähigkeit in der Arbeit mit - möglicherweise - traumatisierten Menschen stärkt und auch die Grenzen des Helfens verdeutlicht. Wir stärken die Resilienz durch Verstehen, Erhöhung der Selbstwirksamkeit und vor allem auch durch körper- und lösungsorientierte Interventionen aus den modernen therapeutischen Schulen.

Unser Ansatz ermöglicht in einer geschützten Atmosphäre neue Handlungsoptionen zu üben, hilfreiche Bilder zu entwickeln, um gestärkt und zuversichtlich mit Durchsetzungskraft den Alltag besser bewältigen zu können. Durch Bewegung, Aufmerksamkeit und präsente Begleitung werden auch in chronisch erstarrten Systemen Entwicklungen möglich. Auch kleine Veränderungen führen schon oft zu einer Stabilisierung und Neuorientierung. Der respektvolle Umgang mit den eigenen Grenzen ist dabei von zentraler Bedeutung.

 

 

Affekte verstehen

„In Wirklichkeit werden wir alle in vielen Situationen von unserem Reptiliengehirn dominiert. Das zu ändern ist ein Gebot unserer Zeit!“  G. H. Eggetsberger

Für gelingende Kommunikation muss der präfrontale Cortex unser modernster Gehirnbereich aktiv sein. Der präfrontale Cortex ermöglicht erst „soziales Engagement“, das Setzen von Zielen, Impulskontrolle, emotionale Kontrolle, bewusste Aufmerksamkeitssteuerung, Beobachtungs- und Selbstkorrektur. Der Blick in den Kopf und die Beschäftigung mit der Neurobiologie erhöht das Verständnis von gelingender Kommunikation. Erhöhter Stress vermindert unsere Fähigkeit sozial und angemessen zu reagieren. Ab einem gewissen Erregungsniveau dominiert das Reptiliengehirn mit uralten Überlebensmechanismen, der frontale Cortex hat keine Einflussmöglichkeit mehr auf unsere Entscheidungen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse der modernen Neurobiologie ist, dass unsere Entscheidungen  vor allem durch Gefühle beeinflusst sind und weniger durch unser bewusstes Denken.

Gefühle verstehen, wahrnehmen und lenken lernen durch Aufklärung, Selbsterfahrung und Ausrichtung auf das Positive, sind ein zentraler Bestandteil unseres Angebotes. Deeskalation und konstruktive Konfliktlösungen werden erlernt und gefördert.